Alleinunterhalter und die Technik

Oft werden Alleinunterhalter von Solomusikern belächelt oder sogar verachtet. Eine Konzertpianistin beispielsweise, welche auf einer Hochzeit als Gast eingeladen ist, mag dem Alleinunterhalter verachtende Blicke zukommen lassen , nur weil sich dieser  von der Technik helfen lässt. Aber ist dieses Verhalten begründet und gerecht?

 


                 Kann er oder kann er nicht?

Ob ein Alleinunterhalter bei all der Technik die ihm zur Verfügung steht tatsächlich spielen kann, ist schwer zu erkennen. Die o.g. Konzertpianistin weiß aber dass es unmöglich sein kann, dass ein Tasteninstrument, welches mit zwei ruhigen Händen bedient wird, solch eine Klangkulisse erzeugen kann. Für sie ist klar :"Da wird geschummelt"

Nüchtern betrachtet muss ein Keyboard aber den Sound einer ganze Band wiedergeben.


Das heißt :

1:Schlagzeug

2:Bass

3:Gitarre

4:Klavier/Streicher

5:Andere Soloinstrumente


Wie aber soll man das mit zwei Händen schaffen? Alleine ein Schlagzeuger benötigt seine zwei Hände um die Snare, die Toms sowie die Becken /High Hat zu spielen. Mit dem linken Bein bedient er das High-Hat, mit dem rechten Bein die Bass-Drum. Um den Klang einer kompletten Band wiederzugeben, würde er noch mindestens zehn weitere Hände haben. 


Ralph Rinas - Ihr Entertainer

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          Flugzeuge und Keyboards

Alleinunterhalter Ralph Rinas erklärt:

Was haben Flugzeuge und Keyboards gemeinsam? Sie lassen sich beide manuell oder per "Automatik" steuern. Der Pilot entscheidet beim Flugzeug in wie weit er sich beim Fliegen von der Technik helfen lässt.  Moderne große Maschinen können vieles automatisch durchführen. 

So ist es auch beim Keyboard. .Der Alleinunterhalter bestimmt, in wie weit er sich beim Spielen helfen lässt. Während der eine Alleinunterhalter gar nicht spielen kann, lässt es sich der andere nicht nehmen selber Hand anzulegen. Vielen Alleinunterhaltern macht es keinen Spaß, wenn die Technik zu stark die Musik dominiert. Sie sind noch echte Musiker und spielen überwiegend live.  Andere haben bemerkt dass das tanzende Publikum schon nach 5 Sekunden Wartezeit (beim anwählen des neuen Titels) gelangweilt reagiert und so haben sie zu Hause schon das grobste vorbereitet, so daß auf Knopfdruck der ausgewählte Titel in der richtigen Geschwindigkeit und Tonart parat liegt.

 

 

             Das Keyboard-früher und heute

Als die ersten Keyboards mit Begleitautomatik auf den Markt kamen, hatten diese weder USB Anschlüsse, Festplatte , Diskettenlaufwerke oder sonstige Möglichkeiten, weitere Daten einzuspielen.

Alleinunterhalter Ralph Rinas erklärt:

"Hatte man in den 80ern einen Auftritt, musste man wie folgt vorgehen:

Die Keyboard hatten zwei Datenbänke. Die eine war voller Rhythmen, die andere voller Klänge. Wobei der Begriff "voller" übertrieben scheint, denn man hatte eventuell je nach Modell folgende Auswahl:


          Rhythmen

01: Beat 8

02 :Beat 16

03 :Slow Fox

04: Walz

05: Samba

06: Tango

07: Rumba

08: Bossa

09: Swing

10: Rock´n Roll

11: Cha Cha



              Klänge

01: Piano

02: Strings

03: Trumpet

04: Sax

05: Guitarr

06: Akkordeon

07: Brass

09: Synth

10: Oboe

11: Clarinet

12: Flute


Ralph Rinas, ehemaliger Yamaha Keybaord Promoter erklärt weiter:

"Wollte man einen bestimmten Titel spielen, z.B. "Blues Sued Shoes" von Elvis Presley, musste man zuerst den passenden Rhythmus auswählen. Den schrieb man sich meistens oben auf das Textblatt, denn Displays gab es noch keine. Nicht einmal eine primitive LCD Anzeige. Man drückte also die Taste "Swing" und danach stellte man die Geschwindigkeit ein, z.B. 120. Dann musste man den passenden Klang einstellen; für dieses Lied war es ein Piano. Auch den Klang notierte man sich oben auf dem Textblatt. Dann drückte man die Start Taste und los gings. 

Man sang:

"There is one for the Money" (Stop Taste drücken...dann wieder Start Taste drücken) "Two for the Show"  (Stop Taste drücken, dann wieder Start Taste drücken) usw. und dann immer den Blick aufs Notenblatt, denn über dem Text hatte man sich mit der Schreibmaschine oder per Hand die passenden Akkorde notiert. Konnte einer nicht gut Keyboard spielen, war er aufgeschmissen, denn es gab keine weiteren technischen Hilfen ."

"Heute lässt einem das tanzende Publikum leider nicht mehr die Zeit um die Rhythmen und Klänge einstellen zu können" so ein Entertainer" . "Ist ein Titel zu Ende, warten die Tänzer nicht länger als fünf Sekunden bevor sie aus Langeweile die Tanzfläche verlassen", so führt er fort.

Auch das bewegte den ein oder anderen Alleinunterhalter dazu, sich mehr und mehr den automatisierten Keyboards zuzuwenden.

Auf der anderen Seite gab es auch schon immer den Alleinunterhalter, der wenig Talent zum Spielen mitbrachte, dafür aber einen dicken Geldbeutel. Statt etwas zu üben und sich zu verbessern  kaufte er sich immer die besten und teuersten Keyboards und die dazu passende Software. Man zahle pro Titel bis zu 10DM und deklassierte professionelle und talentierte Keyboarder  als Anfänger . Diesen blieb dann nichts anderes, übrig als gleichzuziehen und sich ebenfalls der Technik zu bedienen. 

Heute ist auch bei professionellen Alleinunterhaltern ein Top Keyboard ein Standart, denn es soll ja nicht schlechter klingen als beim Mitbewerber.